Wenn ich spät in der Nacht qualvoll dem “Doomscrolling” auf YouTube erlegen
bin, erscheint in dem Feed ein Reel nach dem Anderen, welches meine Interessen
bedient. Hin und wieder ist aber auch ein Ausreißer dabei. Manchmal sitzt da ein
Typ, Anfang/Mitte 30, kurzer, dunkelblonder Seitenscheitel, vor einer Flagge der
Vereinigsten Staaten von Amerika.
Das ganze Setting sieht aus wie dieses “Change my mind” Meme, der Typ sitzt an
einem Tisch und Studenten stellen ihm Fragen zu politischen Themen, das Ganze
kommt fast damit durch, sich als Podiumsdiskussion zu verkleiden. Ich halte kurz
inne und höre mir die knappe Fragestellung sowie den Anfang der Antwort des
besagten Typen an. Das ganze passiert mehrere Male am Abend.
Je öfter ich höre, was dieser Mann sagt, desto mehr frage ich mich, ob es fair
ist, dass mich jedes weitere Wort aus seinem Mund so extrem wütend macht. Wie
kann das sein? Nach längerem Reflektieren erkenne ich, dass es sich überhaupt
nicht um eine Podiumsdiskussion handelt. Es ist eine inszenierte Veranstaltung,
welche unter dem Deckmantel einer Podiumsdiskussion dafür benutzt wird, in der
Anwesenheit leicht beeinflussbarer, junger Menschen rechten Hass und rechte
Hetze zu verspeihen. Die Aussagen werden von Mal zu Mal absurder. Sie sind
rassistisch, menschenfeindlich, agressiv, verschwörungstheoretisch und
schusswaffenverherrlichend und das nicht mal auf eine belustigende Art und
Weise.
Das Gefühl, welches die Aussagen bei mir hervorrufen ist unbändige Wut. Wut
darüber, dass der Typ einfach so vor einem großen Publikum wissenschaftlich
unfundierte und menschenfeindliche Aussagen herausposaunen kann, ohne dafür
signifikanten Gegenwind zu erhalten.
Wie ich erst durch die Berichterstattung in den Medien in Folge seiner
gewaltsamen Tötung erfahren habe, heißt der Typ Charlie Kirk. Ich habe ihn
für einen unbedeutenden Spinner gehalten, aber nun trägt der Vizepräsident der
USA seinen Sarg und moderiert seinen Podcast in posthumer Vertretung. Der
Präsident richtet sich in einer Ansprache anlässlich des Todes von Kirk ans Volk
und spricht von einer “Linken Verschwörung, die gewaltsam beseitigt werden”
müsse. Das Land steht augenscheinlich am Rande eines Bürgerkrieges, wegen diesem
Typ.
Da hab ich die Popularität dieses Menschen weit unterschätzt. Die Tatsache, dass
jemand mit solchen Aussagen einen so großen Einfluss und eine solch große
Gefolgschaft hat anhäufen können, lässt es mir eiskalt den Rücken herunter
laufen.
Dann habe ich mir das Video seiner Tötung angeschaut. Verblüffende, tödliche
Präzision. Der Schütze hat entweder den Glücksschuss seines Lebens abgesetzt,
oder verdient damit sein Geld. Als Verdächtigen haben Sie nun einen Jungen,
Anfang 20, ein Kind quasi, dessen Vater und Freundin ihn bei den Behörden
verpfiffen haben. Wir also der Glücksschuss gewesen sein.
Nun ist die halbe Nation in Aufruhr, weil einer von Ihnen plötzlich ein wenig
seiner eigenen Medizin abbekommen hat. Kirk selbst hat mehrfach gesagt, dass es
notwendig sei, dass ab und zu jemand unschuldiges erschossen werde, damit die
US-Amerikaner ihr “Second Amendmend” (das ist der Verfassungszusatz mit den
Waffen) legitimieren können. Also hat er ja jetzt unfreiwillig zu diesem heeren
Ziel beigetragen.
Der Verschwörungtheoretiker in mir sagt dazu “schau’ dir mal an, wer der Tat
beschuldigt wird und wer gerade stark von der Tat profitiert, wenn das nicht
zusammen passt, stimmt was nicht.”, aber ich habe ja schon vor langer Zeit
aufgehört, meinem inneren Verschwörungstheoretiker zuzuhören.
Ich schaue mit Schrecken in Richtung USA und beäuge die möglichen,
globalpolitischen Auswirkungen die dieses nun doch im Gesamtbild eher nichtig
erscheinende Ereignis haben könnte. Holt Nicole nochmal aus der Rente zurück,
ich glaube, sie muss noch einmal singen.
Wenn ich etwas aus meinem bisherigen Leben mitgenommen habe, dann dass es keinen Grund gibt davon beeindruckt zu sein, dass Jemand einen bestimmten Task beherrscht. Ich weiß mittlerweile und habe verinnerlicht, dass ich alles lernen kann. Sowas wie “Talent” existiert nicht.
Ich habe viele Menschen getroffen, die mit genau der gegenteiligen Einstellung durchs Leben wandeln. Die betrachten dann Jemanden als “Arkanen Magier”, nur weil er einen Motor reparieren oder Geige spielen kann.
Der hat das aber auch irgendwann gelernt. Und du, ja, genau DU kannst das genauso lernen.
Es ist also durchaus angebracht, Menschen die etwas sehr gut beherrschen den gebührenden Respekt entgegen zu bringen, da sie die Strapazen auf sich genommen haben um diese Disziplin zu meistern, aber weit gefehlt zu behaupten “das werd’ ich nie hinbekommen…“.
Also geh’ vielleicht einfach mal hin, und wechsele zum Bleistift deine Reifen selbst. Das wird vielleicht nicht auf Anhieb wie am Schnürchen laufen, aber zum nächsten Reifenwechsel bist du ein Bisschen schneller geworden. Und im darauffolgenden Jahr vielleicht sogar schon ein Profi. Eventuell hast du sogar Spaß daran?
Und was ist mit Steckdosen wechseln, Gitarre lernen, programmieren lernen oder deinen eigenen 8-Bit Computer entwerfen und bauen? Selbst wenn du beim Lesen jetzt nicht weißt, was ich mit “8-Bit” meine, ist das nicht ganz so abwegig, wie man vielleicht denken könnte. Geh einfach mal ans Werk. Lern’ was, bau’ was, fang an dich selbst zu verwirklichen.
Kurzes Update zu meinem lightdm-webkit2-greeter-Theme “Pantheon”. Ich habe das
Theme angepasst, sodass es nun auch wieder einwandfrei mit der neuesten Version
von lightdm-webkit2-greeter (Version 2.2.2-1) zusammenarbeitet.
Kunden von Internet-Service-Providern (ISPs) wie Kabel Deutschland(Vodafone) und der Deutschen Telekom, welche deren hauseigene Router/Modem Kombinationen nutzen und einen Server (NAS, Webserver oder Cloud) zu Hause aufsetzen möchten, stoßen auf kurz oder lang auf ein Problem:
Weder die Geräte der Telekom noch die von Kabel Deutschland ermöglichen dem Kunden, das sogenannte “DNS-Loopback” einzuschalten.
Wer jetzt seinem Heimserver eine Domain (z.B. DynDNS) verpassen will, der kann dies zwar für Zugriffe aus dem Internet tun, wird seinen Server allerdings aus seinem lokalen Netz nicht über diese Domain erreichen.
Die Lösung
Ich habe bei meinem Mediacenter, welches ich mit einem Raspberry Pi realisiert habe, als Kunde von Kabel Deutschland genau dieses Problem. Jetzt könnte ich selbstverständlich folgenden Eintrag in der Datei /etc/hosts vornehmen:
domain.tld 192.168.0.5
Dann finde ich meinen Server auch im lokalen Netz unter meiner Domain. Das heißt, “auch” ist das falsche Wort. Ich finde ihn nur noch im lokalen Netz, wenn ich ihn von Außerhalb darunter erreichen will, muss ich ständig diesen Eintrag anpassen, also keine gute Lösung.
Der beste Lösungsansatz, den ich gefunden habe, ist auf dem Pi einen Domain-Name-Service (DNS) Server zu installieren, und dort den Eintrag für Lokal vorzunehmen.
Hierzu installiere ich einige Softwarepakete auf meinem Pi:
sudo apt-get install bind9 dnsutils
Nach der Installation muss im Verzeichnis /etc/bind/ dann die Zonendatei für die gewählte Domain angelegt werden. Für dieses Beispiel wählen wir die Domain server.example.com. Okay, in oben genanntem Verzeichnis erstellen wir die Datei db.server.example.com mit folgendem Inhalt:
;; db.server.example.com
;; Forwardlookupzone für domainname
;;$TTL 2D
@ IN SOA server.example.com. mail.server.example.com. (
2006032201 ; Serial
8H ; Refresh
2H ; Retry
4W ; Expire
3H ); NX (TTL Negativ Cache)
@ IN NS server.example.com.
IN MX 10 mail.server.example.com.
IN A 192.168.0.9
mikobox IN A 192.168.0.9
localhost IN A 127.0.0.1
mailserver IN A 192.168.0.9
Jetzt muss die neue Zone lediglich noch in der Datei /etc/bind/named.conf bekannt gemacht werden. Dazu einfach ans Ende der Datei folgenden Block hinzufügen:
zone "db.server.example.com"{type master;
file "/etc/bind/db.server.example.com";};
Im Anschluss muss der Service noch mit sudo service bind9 neugestartet werden, und das wars. Wenn man Glück hat, kann man den DNS direkt im Router eintragen, bei Kabel Deutschland ist es jedoch notwendig, ihn manuell auf jedem einzelnen Rechner in die entsprechende Netzwerkverbindung einzutragen.
Testen
Führt man nun im lokalen Netzwerk vom Client-Rechner den Befehl dig server.example.com aus, sollte die Antwort so ähnlich aussehen:
;; ANSWER SECTION:
server.example.com. 172800 IN A 192.168.0.5
Ist das der Fall, hat alles funktioniert. Herzlichen Glückwunsch, ihr habt die Schurken überlistet.
Meine Oma war die frommste Frau die ich kenne. Wenn sie sich nicht um die Familie gekümmert oder gekocht hat, dann hat sie gebetet. In jeder freien Minute. Wenn ihr das keinen Platz im Himmel eingebracht hat, dann sind wir wohl alle dazu verdammt in der Hölle zu schmoren.
Am 11. Mai 2016 hat sie es endlich geschafft. Sie ist ihrem Schöpfer in den Himmel gefolgt, ganz friedlich, im stolzen Alter von 93 Jahren. Die 94 hat sie nicht mehr geschafft, dazu hätte sie noch zwei Monate bei uns bleiben müssen. Aber wie alle Frauen in ihrer Familie musste sie natürlich standesgemäß im Mai gehen, das war klar. Die letzten 20 Jahre hatte sie in jedem Mai furchtbare Angst zu sterben, eben weil alle im Mai gegangen sind. In diesem Jahr war sie nach langer Krankheit denke ich dankbar gehen zu dürfen. Das passt ja auch, denn der Mai ist bei den Katholiken der “Marienmonat”, meine Oma hieß Maria. Maria Hedwig Kranz. Das war ihr Name.
1922 geboren, hatte sie wahrscheinlich nicht das schönste Leben. Die Nachwehen des ersten Weltkrieges, in dem ihr Vater gekämpft hatte, just hinein in den zweiten Weltkrieg, den Wiederaufbau, ja, sogar vor Helmut Kohl und Angela Merkel blieb sie nicht verschont. Dennoch, und das sage ich voller Hochachtung, hat sie in ihrem Leben wohl mehr erreicht, als mir oder euch das vergönnt sein wird.
Sie war mit Opa verheiratet, bis dass der Tod sie schied, hat zwei Kinder großgezogen und ein Haus gebaut. In ihrem ganzen Leben musste sie sich nie Geld leihen, sie hat alles bar bezahlt, so hart haben Oma und Opa gearbeitet. Opa ist schon 1994 gegangen, kurz bevor meine Schwester geboren wurde. Er hat jetzt 22 Jahre auf sie gewartet, ich bin mir sicher, beide sind froh einander wieder zu haben.
Oma hat sich immer eine Hollywoodschaukel im Garten gewünscht, doch nie eine gekauft. Ich weiß nicht warum. Aber wenn ich zum Himmel sehe, und mich ganz doll anstrenge, dann kann ich Oma und Opa Arm in Arm auf einer solchen Schaukel sitzen sehen. Sie hat selbstverständlich eine Kittelschürze an, hellblau, mit kleinen weißen Blüten drauf. Und Opa? Ganz klar, wie eh und je mit Batschkapp und Sonnenbrille. Und wenn ihnen mal langweilig wird, dann steigen sie in einen weißen BMW und schauen sich alles an, was es dort oben zu sehen gibt.
Ich bin Oma sehr dankbar für all die Zeit, die sie für mich geopfert hat. Für das viele sehr sehr leckere Essen. Für die Geschichtsstunden, das gemeinsame Rosenkranz beten, die Arbeit im Garten und den Französischunterricht. Ich weiß nicht ob andere so viel Zeit mit ihrer Oma verbringen, ich für meinen Teil hab jede Minuten davon genossen.
Vor ca. drei Monaten haben Mitglieder unserer Fachschaft einen privaten “World of Warcraft”-Server gefunden. Aber nicht so einen “ich will nichts bezahlen”-Server, sondern einen der Vanilla-WoW, also WoW in seiner ursprünglichen Version von 2006 bereit gestellt hat:
Wir waren also alle sehr begeistert von dem Projekt, jeder hat sich einen Account angelegt und wir waren drauf und dran eine Gilde zu gründen. Wir sind alle nur sporadische Spieler, wegen Studium und wenig Zeit und so. Wir haben uns also in den drei Monaten alle ca. 16 Level hochgequält (ja, in Vanilla dauert das etwas länger, und nur Gelegenheitsspieler und so) und hatten viel Spaß, weil alles war wie früher.
Mit durchgehend rund 10.000 Spielern auf dem Server kam echtes WoW Feeling der ersten Stunde auf. Das hat nun gehalten bis zum 10. April 2016. Um 23:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit wurde der Server abgeschaltet. Für immer. Warum?
Blizzard, die Entwickler- und Vertriebsfirma die hinter World of Warcraft steckt, hat den Betreibern von Nostalrius via US und französischem Anwalt mitgeteilt, dass sie sie vor Gericht zerren, wenn die Server nicht abgeschaltet werden. Darauf hin mussten die Betreiber natürlich einknicken, denn dieses komplett von Freiwilligen ohne Bezahlung umgesetzte Projekt hat nicht die finanziellen Mittel, um sich auf einen Rechtsstreit mit dem großen Publisher Blizzard einlassen zu können.
Blizzard, die Firma, die sich seit zehn Jahren eine goldene Nase verdient, ohne auch nur den kleinen Finger krumm zu machen, straft Leute ab, die einen Service bereitstellen, den Blizzard selbst nicht in der Lage zu sein scheint zu leisten. Viele der Spieler von “Nostalrius” sind verständlicher Weise sehr verärgert, ich eingeschlossen. Allerdings hat sich der Publisher hier meiner Meinung nach ein Eigentor geschossen.
Viele der Spieler auf dem Nostalrius-Server sind auch zahlende Blizzard Kunden, die nur auch auf dem Privatserver gespielt haben, weil sie das Vanilla-Erlebnis haben wollten. Auch diese sind nun recht entrüstet, was sich unweigerlich auf die Subscriptionzahlungen bei Blizzard auswirken wird.
Wer möchte, kann auf change.org eine Petition zur Duldung solcher Vanilla-Privatserver unterzeichnen, hab ich auch gemacht.
Um das Farbschema vom GRUB-Bootloader unter Ubuntu 15.10 anzupassen, muss die Datei
/lib/plymouth/themes/default.grub
editiert werden. Der Inhalt gestaltet sich recht einfach:
user@rechner:~$ sudo nano /lib/plymouth/themes/default.grub
[sudo] Passwort für user:
# Hintergrundfarbe / background colorif background_color 255,255,255 ;then
clear
fi# Markierter Menüeintrag / selected menu itemset menu_color_highlight=black/light-gray
# Normaler Menüeintrag / normal menu itemset menu_color_normal=light-gray/white
# Übriger Text / normal textset color_normal=light-gray/white
Der Hintergrund wird in einem RGB-Wert zwischen je 0 und 255 angegeben, die übrigen Farben im Schema Schriftfarbe/Hintergrundfarbe (foreground color/background color). Die hier zur Verfügung stehenden Farben sind:
Wer auch immer sich mit Programmierung und IT-Zeug beschäftigt, sollte sich den Talk “Perl Jam” vom 32C3(Chaos Communication Congress) anschauen. Ich habe noch nie mit Pearl gearbeitet, weiß aber um seine fantasievollen Operatoren (wie z.B. den “Turtle-Operator” @{[]}).
Im letzten Jahr hat Netanel Rubin bereits einen Talk über die Sicherheitslücken in der Programmiersprache Perl gehalten und dafür eine Menge Hass von der Perl-Community (bereits während der Q&A Runde auf dem Congress) geerntet. In diesem Jahr hat er allerdings den Vogel abgeschossen.
Sowas habe ich noch nie gesehen. Wenn euch nochmal Jemand sagt, PHP sei eine schlechte, inkonsequente und unsichere Sprache. zeigt ihm diesen Talk. Der beste Teil dreht sich um diesen Codeblock:
Man würde jetzt denken, da kann nichts passieren, das Programm printet lediglich eine hochgeladene Datei. Weit gefehlt.
Das geht da bis zur remote code execution, und das ist ein Code-Snippet aus der offiziellen Perl Doku.
Was die “Programmiersprache” hier tut grenzt an Wahnsinn. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich davon aus, dass die Entwickler der Interpreter auf LSD waren, als sie das implementiert haben.
Wenn ihr wissen wollt, was genau da abgeht (glaubt mir, ihr wollt das wissen), nehmt euch 30 Minuten und schaut euch den Talk an.
Jetzt muss ich tatsächlich mitten in der Nacht aufstehen, um meinem Ärger Luft zu machen. Die Raspberry Pi Foundation hat den neuen “Raspberry Pi Zero” vorgestellt, der ab sofort für 5,00 $ zu haben ist. In der neuesten Ausgabe des Magazins MagPi wird er sogar verschenkt.
Das Ding sieht interessant aus und für $, hey, give it a go. Also im Netz gesucht, ob das Ding in Deutschland bereits verfügbar ist. Fündig geworden bin ich zuerst bei element14, weil die auch nach Deutschland liefern. Okay, 12,80 € + Shipping aus Amerika, ziemlich teuer, außerdem erst zwei Tage vor Weihnachten wieder auf Lager. Da muss es doch auch was direkt in Deutschland geben. Gibt es, der Elektronikhändler unseres Vertrauens, Pollin Elektronik, kann liefern.
WTF??? 14,95 € + Shipping??
geht ‘s euch zu gut? Der Pi Zero kostet in Murrica fünf (in Worten “5”) Dollar! Das sind aktuell 4,71 €. Das sind 317 Prozent!!
Laut der Raspberrypi Foundation ist der Pi Zero dazu gedacht, dass auch die finanziell schlechtendst gestellten sich einen PC leisten können, um die Elektronik für sich zu entdecken. Da habt ihr aber jemandem mächtig die Suppe versalzen.
Okay. Die Situation hat mich wirklich bis 00:45 Uhr wachgehalten, da ich auch zunächst wieder nicht glauben konnte, wie schnell die Situation eskaliert ist. Erst war von einer Schießerei die Rede, dann von einem Bombenanschlag, dann mehrere Bombenanschläge, Notstand, Grenzen zu, Paris steht in Flammen.
Der Krieg kommt, das sollte mittlerweile Jedem klar sein. Zum Einen von innen, durch die ganzen rechten Spinner, zum Anderen von außen, getrieben von Wahnsinnigen, ausgetragen mit Waffen die unser Land immernoch an die Wahnsinnigen verkauft. Ein paar Hundert, oder ein paar Tausend von diesen Wahnsinnigen tanzen unseren Regierungen auf der Nase herum, und niemand traut sich etwas dagegen zu unternehmen.
Und warum zum Geier soll ich jetzt mein fuckin’ Profilbild ändern? Wem hilft das? Warum tut das niemand, wenn jeden Tag hunderte Kinder in Afrika an Hunger verrecken? Das sind rhetorische Fragen, denn ich kenne die Antworten. Aber diese Antworten will keiner hören, weil er damit zugeben müsste, dass er einfach ein Mensch ist, der nach ganz einfachen Mustern handelt, oder eben nicht handelt.
Ich schweife ab. Es sollte euch jedoch merkwürdig vorkommen, dass da wieder alles so gut passt. Islamischer Terrorakt, gefundenes Fressen für die Braunen, Hollande ist wütend, droht mit Konsequenzen, das bestätigt die Wahnsinnigen in ihren Behauptungen, der Westen wolle ihr Land zerstören, die gewinnen weiter an Zuwachs und das Rad dreht sich immer weiter.
Am Ende stehen Waffen, Öl und andere Wirtschaftsinteressen. Wer jetzt noch daran glaubt, das habe mit irgendwelchen Religionen oder Staatsangehörigkeiten zu tun, naja, dem ist nicht mehr zu helfen.
Ich werde jedenfalls nicht mein Profilbild ändern, so sehr mag ich die Franzosen dann doch nicht.