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TIMESTAMPS
The Wayback Machine - https://web.archive.org/web/20130503221501/http://clockworker.de:80/cw/
Im heutigen Salongesprächen dürfen wie Olly Klassen auf der Couch begrüßen. Nachdem bereits einige Autoren auf der Couch Platz genommen hatten, wenden wir uns mit diesem Gespräch der anderen Seite des Steampunks zu: Dem Basteln, Erfinden und Modifizieren bekannte und unbekannter Geräte.
Olly ist der Erfinder und Erbauer eines Heimkinos im Stile der Nautilus. Hinter dem optisch ansprechenden Design verbirgt sich aber auch eine ebenso ansprechende und moderne Technik einer High-End...
Für das heutige Salongespräch dürfen wir Sean O'Connell auf die Couch im Rauchersalon bitten. Sein Erstlingswerk "Tír na nÓg" nahm die Audible-Hörbuch-Charts im Sturm und bewies mir persönlich, dass es sinnvoll ist, die eigenen literarischen Vorurteile hin und wieder mal zu prüfen.
Sean O’Connell schreibt den Roman „Tír na nÓg“, das klang für mich erstmal nach keltischen Klischees. Gibt es den Sean wirklich und was macht er, wenn er nicht gerade Bestseller schreibt?...
Ursprünglich wollte ich - aus gegebenem Anlass - einen Artikel über die Gypsy Nomads schreiben. Das mache ich jetzt nicht, sondern schreibe über die Band Frenchy and the Punk, namentlich Samantha "Frenchy" Stephenson und Scott "The Punk" Helland, die vorher als The Gypsy Nomads aufgetreten sind. Das ist gar nicht so kompliziert wie es sich anhört, die Band hat sich nur den Namen gegeben, den als Spitznamen schon lange geführt haben.
Der Gitarist Scott ist ein Veteran der Punk...
Ein neues Jahr liegt vor uns und unser liebstes Thema ist in Deutschland angekommen (wenn man die kommerzielle Verwertung als Zeichen nimmt). Zwei gute Gründe einen Moment inne zu halten und sich Gedanken über den Weg des Steampunks((1)) zu machen. Ein paar persönliche Gedanken, die natürlich nur meine Meinung widerspiegelt.
Ein langer Weg des Steampunks liegt hinter uns: Von der ersten Nennung durch K.W. Jeter Ende der 80er Jahre, über das Nischenleben in Rollenspielsystemen und...
Der Steampunk wird sie kennen: die Strahlenwaffen des Dr. Grordbort, die von der neuseeländischen SFX-Schmiede Weta Workshop als Sammlerobjekte angeboten werden. Der Mann hinter dem Projekt ist Greg Broadmore und der war auf der diesjährigen FedCon in Düsseldorf nicht nur persönlich anzutreffen, sondern brachte auch gleich seine Dr. Grordbort-Ausstellung mit, die bereits in zahllosen Ländern der Erde bewundert werden durfte. Eindrücke von den Exponaten findet der geneigte Leser in...
Im Salongespräch: Clemens Maria Haas und Das Orchester
Für das heutige Salongespräch dürfen wir Clemens Maria Haas und Claudia Mielke auf das Sofa im Rauchersalon bitten. Die beiden sind die kreativen Kapitäne hinter dem Orchester und der Neuen deutschen Klassik über die wir schon mehrfach im Clockworker berichtet haben. Für Freibeuter der Klassik gibt es keine Sommerferien, daher standen sie nicht nur uns Rede und Antwort, sondern touren im Juli auch in kleinerer Besetzung im Norden Deutschlands.
Die Termine für Juli:
23.Juli 2011...
Für das heutige Gespräch dürfen wir Cherie Priest auf dem Sofa im Rauchersalon begrüßen. Sie lebt mit ihrem Mann (und einer dicken schwarzen Katze) in Seattle (Washington) und hat bisher neun Bücher veröffentlicht. Ihr Buch "Boneshaker" gewann dieses Jahr den Locus Award und war nominiert für den Hugo, sowie Nebula Award. Zur Zeit befindet sie sich auf Promotion-Reise für ihren aktuellen Roman "Dreadnought", hat aber trotzdem auch noch die Zeit gefunden uns einige Fragen zu...
Für das heutige Salongespräch mussten wir das Sofa des Rauchersalons in eine wirklich dunkle Ecke einer geheimen Jazz-Kneipe schleppen. Nur hier konnten wir ein Bandmitglied der Kombo Banned in Boston vor den Notizblock bekommen. Alle anderen Orte wurden als "zu auffällig" abgelehnt... Dafür durften wir mit der bezaubernden Sängerin der Band Miss Penny Dreadful(1) sprechen, die mit ihrem Charme selbst Jessica Rabbit in den Schatten stellt.
Der Bandname "Banned in Boston" könnte auf...
Die Aussicht auf eine Karnevalsveranstaltung holt im tiefen Preußen üblicherweise Niemanden vor die Haustür. Gänzlich anders sieht es allerdings aus, wenn sich besagter Karneval als kafkaeskes Kuriositätenkabinett aus einer anderen Welt entpuppt.
Unter dem Motto “Der Karneval ist in der Stadt” lud die Galerie Strychnin in Berlin Friedrichshain am 08. Juni 2012 zur Vernissage der Ausstellung “Emporium”. Gezeigt wurden phantastische und verstörende Exponate, unter Anderem der...
Karl Hans Janke (1909-1988) studierte wahrscheinlich Zahnmedizin an der Universität Greifswald und besuchte Abendkurse an der Technischen Uni Berlin. Mehr ist über den akademischen Werdegang des Visionärs nicht bekannt, dennoch wird er als Erfinder und Ingenieur bezeichnet. Nach dem Tod seines Vaters und den Wirren der Nachkriegszeit findet er sich im Leben nicht mehr zu recht und erkrankt schwer an einer „chronisch paranoiden Schizophrenie“, die sich in „wahnhaftem Erfinden“...
Die Steampunk-Anthologie macht Fortschritte und das Cover wurde bereits gesichtet. Grund genug eine weitere sympathische Autorin der Sammlung auf die Couch im Rauchersalon zu laden und mit ihr über Steampunk, Schreiben und die Welt zu reden. Dabei dürfen die Salonfragen natürlich auch nicht fehlen.
Nina Horvath studiert Paläontologie an der Universität Wien, ist aber auch als Autorin zahlreicher Kurzgeschichten bekannt. Ihre Vorliebe gilt den eher düsteren...
Anlässlich der neuen CD „Extrablatt“ tourten die Herren der Band Coppelius bis einschließlich diese Woche durch ganz Deutschland. Mit Stolz darf ich sagen, vier davon besucht zu haben um auf dem für mich vierten in Leipzig in der Moritzbastei die Chance zu nutzen einige Worte an die Herren zu richten.
Die Herren Sissy Voss und Max Coppella, ihres Zeichens Bassist und Klarinettist/Sänger waren so freundlich mir einige Fragen zu beantworten (und meine vorhandene Nervosität zu...
Zum heutigen Salongespräch dürfen wir Yoshi Akai auf die Couch bitten.
Der gebürtige Japaner hat bereits mit seinen Arbeiten im Bereich Synthesizing auch auf Clockworker von sich reden gemacht. Mit seinen einfallsreichen Ideen der Umgestaltung bekannter Synthesizingprozesse und neuen Erfindungen performt er gerne vor Publikum, oder stellt seine ungewöhnlichen Kreationen in seinem Youtube-Channel zur Schau.
Yoshi studierte in Nagoya Interface Design und Graphik Design. Nach einem...
Der Rauchersalon des Clockworker ist ein Ort für außergewöhnliche Ladies und Gentlemen. Hier treffen sich Aristokraten, Arbeiter, Modeschöpfer, Literaten und ... Erfinder. Einer von ihnen - Admiral Aaron Ravensdale - hat sich in seinem Erfindungsgeist nicht nur übertroffen, sondern stellt seine Erkenntnisse auch der Öffentlichkeit zur Verfügung!
Seine Steampunk-Tastatur - auf Basis eines alten IBM Modells - ist ein ein außerordentliches Beispiel an Stil, Geschmack und Technik,...
Im Salongespräch: Alexandra Sylvia Shalott Aderhold
Manche Geschichten schreibt das Leben auf ungewöhnliche Weise. So zeigten wir vor einigen Wochen in der Rubrik "Internationales" das bezaubernde Bild einer jungen Luftpiratin. Wie leider zu oft im Æthernet wurde das Bild nicht mit einer Quelle versehen, so dass wir auch nicht auf die Künstlerin verweisen konnten. Aber auch die Künstlerin sah ihr Bild auf Clockworker, schrieb uns an und so kam es zu einem kurzem Briefwechsel. Als Resultat gibt uns die Künstlerin nicht nur die Ehre,...
Zum heutigen Salongespräch dürfen wir den Autor Gerd Scherm auf der Couch im Rauchersalon begrüßen.Anlass ist seine Erzählung "Der Rosenbaum-Golem", die in der Steampunk-Anthologie des Arcanum-Verlages erscheinen wird. Gerd stellte sich nicht nur den Fragen des Clockworkers, sondern lieferte auch die gleich die passenden Fotos mit. Passend zum Thema ließ er sich vor dem Denkmal von Gustav Weißkopf ablichten, der zwei Jahre von den Gebrüdern Wright einen erfolgreichen motorisierten...
Eigentlich bin ich mir ja recht sicher, dass es inzwischen alle mitbekommen haben dürften, aber schon um der Vollständigkeits Willen, weise ich an dieser Stelle nochmals auf das am 12. Mai im mannheimer Café Prag stattfindende Steampunkevent "Zeitschneise" hin.
Was muss man wissen?
Los geht´s ab 14:00 Uhr, der Eintitt ist frei, der Raum recht begrenzt, wenn´s voll ist ist´s voll (so ist das Leben). Es werden zahlreiche Bastler und Künstler anwesend sein, auch Händler und ein Verlag.
Werft Euch also in Eure beste Klamotte, poliert die Strahlendampfpistolen, entstaubt den Zylinder, ölt das Monokel, stürmt den Friseur!
Wir sehen uns auf der "Zeitschneise".
P.S.: Für weitere Infos und kurzentschlossene Ausstelleranfragen bitte fix hier nachschlagen.
Für das heutige Salongespräch dürfen wir Gail Carriger auf die Couch im Rauchersalon bitten. Ihre Buchserie "The Parasol Protectorate" war/ist ein großer Erfolg in den USA und erscheint nächstes Jahr bei Blanvalet in Deutschland. Die Mischung aus Gaslicht-Fantasy, Vampiren und Steampunk in Verbindung mit einer guten Prise Humor, hat die Serie auch außerhalb der Szene bekannt und beliebt gemacht. The Parasol Protectorate ( zur Zeit bestehend aus: Soulless, Changeless, Blameless) ist...
Mit Philipp Bobrowski dürfen wir einen weiteren Autor der Steampunk-Anthologie "Von Feuer & Dampf" auf der Couch im Rauchersalon begrüßen.
Philipp Bobrowski wurde 1970 in Marburg geboren und lebt als freiberuflicher Autor und Lektor in Rostock. Er hat zahlreiche Bücher und Kurzgeschichten veröffentlicht, darunter das Buch "Das Lächeln der Kriegerin", welches als Resultat aus dem Schriftsteller-Stipendium von Antenne Mecklenburg-Vorpommern und Scanhaus Marlow entstanden ist. Für...
Charlotte Engmann hat sich mit Horror- und Fantasiegeschichten einen Namen als Autorin gemacht, mit der Steampunk Anthologie im Arcanum Verlag hat sie zum ersten Mal das Genre zum Steampunk betreten. Ihr bisheriges Werk umfasst Kurzgeschichten, Romane (u.a. für DSA) und Kurzromane für das Pulpmagazin "Schattenreich" von Bastei-Lübbe. Aktuell ist gerade der Roman "Dämonen über Luxemburg" im Dead Soft Verlag erschienen.
Der Einladung zum Salongespräch an Bord der HMS Anastasia ist...
Steampunk, while it incorporates nostalgia, is not a “Retro” movement. Its differing factor is that Steampunks do not return to the past and live the life as it was, they want to go back to re-imagine the past’s future–and live in that in the present. They re-imagine a future that includes beauty, manners, elegance, innovation, and steam and to a large extent, they are making it.
Nach drei erfolgreichen Testfolgen begann heute vor 10 Jahren die Produktion an der ersten regulären Staffel Mythbusters. Es wurde geschraubt, geschweißt, gebastelt und vor allem eine Menge Dinge in die Luft gejagt, aber immer im Dienste der Wissenschaft und für die Aufklärung populärer Mythen. Wenn Mythbusters eines geschafft hat, ist es die Verbindung von Wissenschaft und Spieltrieb mitreissend darzustellen. Herzlichen Glückwunsch zum ersten Jahrzehnt und natürlich viele weitere Explosionen im Dienste der Wissenschaft!
Der indische Designer Abhishek Majumder [1] hat im Khan Market [2] in Neu Delhi ein Steampunk Restaurant names “Chonas” designt. Falls die Ladies und Gentleman in der Nähe sind, wäre ein Besuch des Etablissement zu empehlen.
Passend zum Wochenende: Ein gigantischer Barbeque Grill in Form einer Steampunk-Lok. Vier Tonnen Stahl, drei unterschiedliche Temperaturzonen und 130 Prozent Awesomeness hat Ryazan Deulino für dieses Projekt zusammen geschweißt.
Schon lange haben wir über den großen Teich geschaut und uns mit Staunen die Fotos von den dortigen Maker Faires angeschaut. Aber das Warten hat jetzt ein Ende, denn am 3.8.2012 findet im Hannover Congress Centrum der erste offizielle Maker Faire statt. Präsentiert von Heise Hardware Hacks in Zusammenarbeit mit dem Make Magazine.
Einen Tag lang wird eine faszinierende Mischung aus Kunst, Hardware, Handarbeit und Hacks nicht nur gezeigt, sondern auch selber erfahrbar gemacht. In Workshops kann man von den Makern in Handwerk lernen, in Vorträgen die Hintergründe erfahren. In dieser besonderen Mischung liegt auch die Wiege des Steampunks und da liegt es nur nahe, dass Steampunker besonders willkommen sind. Wer seine Kunstwerke gerne ausstellen und darüber erzählen möchte, findet beim Call for Makers die nötigen Informationen.
Wir verlosen (mit einem herzlichen Dank an Heise) zur Maker Faire zwei Tickets. Einfach eine Email an makerfaire@clockworker.de schreiben und die Daumen drücken. Der Gewinner wird ausgelost und per Mail benachrichtigt. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Daten werden nach der Verlosung gelöscht)
Wem das Glück nicht hold ist, muss aber auch nicht fern bleiben, da die Preise mehr als fair sind. Das Ticket kostet 6 EUR für Erwachse, 12,50 für Familien, Schulklassen kommen sogar kostenlos rein.
Vivi Bach als Chroma Ordonanz in Raumschiff Orion zusammen McLane.
Am 22.4. verstarb Vivi Bach im Alter von 73 Jahren auf Ibiza. Bekannt wurde sie unter anderem durch die Show “Wünsch dir was” zusammen mit ihrem Ehemann Dietmar Schönherr. Mit ihm zusammen spielte sie auch eine kleine Rolle in Raumschiff Orion (Foto) und in dem Kurzfilm Lady aus dem Weltraum, der 1971 nur für den Schmalfilm-Markt produziert wurde. Eine Kopie dieses Films (mit einigen Tonausfällen am Anfang) ist bei Youtube aufgetaucht.
Unter dem Namen “Captain Bayley’s Infernal Mechano-Perambulator” wurde dieser unglaubliche Steampunk AT-AT von Mark gebaut.
“Each one of those rivets was cut out with a punch and applied with tweezers, and we both lost track of the number of coats of spray paint he used to get that gorgeous patina before washing it down and creating the stains and drips. He made the narwhal horn on the front as well. It’s hard to see but the legs and feet are covered in seaweed and barnacles – I can just imagine it tramping up and down the coastline, or standing in a harbour next to a crumbling pier.”
Man muss nur eine Email an: buch@clockworker.de schreiben und schon landet man im Lostopf. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird am 1.5 per Mail benachrichtigt.
Gestern vor genau 5 Jahren erschien mit „Dirk Valentine“ der erste Artikel im Clockworker. Wir haben also ein wenig was zu feiern. Anlässlich des Jubeltags habe ich einmal unseren Chefredakteur und „Vater“ des Clockworkers Alex Jahnke, alias Captain Serenus zum Salongespräch gebeten. Viel Spaß beim Lesen.
1. Vor genau 5 Jahren ging der Clockworker an den Start. Warum hast du damals beschlossen einen deutschen Steampunk Blog zu eröffnen? Was war der Antrieb?
Ich hatte schon in meinem privaten Blog vorher immer mal wieder über Steampunk berichtet und diese Artikel nahmen langsam immer mehr Raum darin ein. Zum anderen gab es zu dem Zeitpunkt kein aktiv betriebenes deutschsprachiges Steampunk-Blog. Da man Dinge nur verändern kann, wenn man sie macht, habe ich kurzer Hand den Clockworker gestartet.
2. Was war dir von Anfang an wichtig?
Die Themenvielfalt des Steampunks zu zeigen und das Thema nicht durch enge Scheuklappen zu sehen. Der Clockworker war immer als Seite gedacht mit Themen, die Steampunker interessieren könnten und nicht als reines Steampunk-Blog.
3. War direkt geplant den Blog mit mehreren Leuten zu führen? / Wenn nein: wann und warum hast du dich dazu entschieden?
Eigentlich nicht, aber es stellte sich schnell heraus, dass man die Seite nicht alleine füllen und pflegen kann. Miss Tickerlein kam relativ bald dazu und unsere Mannschaft ist stetig gewachsen – mit unterschiedlicher Aktivität der Redakteure.
4. Wo kommt die Inspiration/Themen für die Artikel her?
Ganz knapp: Meine Neugier. Ich versuche interessante Dinge aus allen Bereichen zu finden, bei denen auch andere sagen würden: Wow, das habe ich noch gar nicht gewusst/gekannt.
5. Was ist dein Lieblingsthema für den Clockworker?
Schwierig… Die Themen, bei denen Steampunk eine Grenze überschreitet und etwas Neues für sich entdeckt. Überall dort, wo wieder ein kleines Stückchen Terra Incognita geöffnet wurde.
6. Gibt es etwas, worüber du unbedingt mal berichten möchtest? (Interview, besonderes Event…)
Ja, ganz klar einen eigenen Erfahrungsbericht vom Burning Man. Dort ist Steampunk gestartet und die Kunstszene erfindet sich immer wieder neu. Aber auch mehr aus dem osteuropäischen Raum, wo unglaublich viel passiert – wir es aber mangels Sprache nicht wirklich mitbekommen.
7. Möchtest du in Zukunft etwas am Clockworker ändern? Wenn ja, was? Was würdest du gerne mehr sehen?
Mehr aktive Mitarbeiter Ansonsten kann man immer etwas ändern, wenn die richtige Idee und die richtige Zeit gekommen ist.
8. 5 Jahre Clockworker ist schon eine ganz schön lange Zeit! Ist ein Ende absehbar? Wie lange möchtest du auf jeden Fall noch weitermachen?
Wie man an meiner aktuellen Posting-Frequenz vielleicht bemerkt, bin ich in den letzten Monaten zeitlich anders verplant und kann mich dem Projekt nicht so wirklich widmen. Das wird sich sicherlich auch wieder ändern, aber die Pause tut auch mal ganz gut, um sich wieder von dem Zauber begeistern zu lassen. Ein Ende wird es nicht geben, so lange sich noch jemand dafür interessiert und aktiv einbringen wird.
9. Wie kann man den Clockworker unterstützen?
In erster Linie durch aktive Mitarbeit. Wir können immer weitere Redakteure gebrauchen.
10. Any shout-outs?
Herzlichen Dank an alle Leser, die dem Clockworker über all die Jahre die Treue gehalten haben!
HAPPY BIRTHDAY
Ich bedanke mich für das Interview und kann mich nur anschließen:
Am 20/21 April fand in der Tonhalle in München die Make Munich statt. Ich zitiere die Veranstalter:
“Make Munich ist eine am 20./21. April 2013 stattfindende Messe für Trends und Innovationen aus den Bereichen 3D-Druck, Do It Yourself, Hacking, sowie Basteln und Tüfteln. Auf der Make Munich stehen das Basteln, Bauen, Erfinden, Experimentieren, Lernen, Recyceln, Inspirieren und Spaß haben im Mittelpunkt.“
Und tatsächlich gab es dort eine ganze Menge spannender Dinge zu sehen. Natürlich die derzeit voll im Trend liegenden 3D-Drucker, Laser-Cutter, viel selbst gemachtes und recyceltes, Guerilla-Gardening sowie reichlich Elektronik und Technik. Es gab Vorträge, Workshops und einen Case-Mod-Wettbewerb. Zwei Steampunk-Case-Mods waren auch dabei und Steampunk hätte sehr gut in diese Messe gepasst. Leider ist 1. Steampunk in Bayern nur sehr wenig präsent und 2. Musste bedauerlicher Weise einer der am meisten prädestinierten Vertreter “Horatius Steam” seine Teilnahme absagen. Eigentlich wollte ich in Form von Bildern dokumentieren, entschied mich aber spontan für Video. Einen kleinen Zusammenschnitt der Eindrücke seht ihr daher hier:
Leider war es in der Halle doch verhältnismäßig lichtarm, was sich negativ auf das Video auswirkt. Aber ich hoffe es ist genug zu erkennen um einen kleinen Eindruck davon zu erhalten. Es bleibt zu wünschen dass die Messe in Zukunft wiederholt wird und unsere Steampunk-Community dann auch anständig repräsentiert werden kann. Hervorheben möchte ich die witzige Brettspiel-Variante von Pacman “Whacky Wit” und das Tabletop “Lands of Ruin“, welches wirklich sehr innovativ ist.
Der Herr Kollege von Phantanews verbrachte sein Wochenende auf der Intermodellbau in Dortmund und stellt erste Impressionen in einem Video zur Verfügung. Fotos werden noch folgen.
Nachdem im letzen Jahr viele Verlage beim Thema Steampunk nur abgewunken haben und das Genre schon im Giftschrank sehen wollten, haben sich – fast schon klammheimlich – andere des Themas angenommen. Kleine Verlage feiern Erfolge mit Anthologien und Romanen zum Thema Steampunk und zeigen, dass auch in Deutschland Interesse und vor allem Kunden vorhanden sind. Als neuesten Mitglied dieser Widerstandsbewegung betritt ein weiterer Verlag die Szene, der allerdings nicht zu kleinen Publishern gehört, sondern eine echte Größe is. Dennoch ist auch dieser Verlag anders als die anderen: Den Cora-Verlag aus Hamburg kennt man man(n) in erster Linie von den Drehständern der Bahnhofsbuchhandlung, wo Julia, Bianca und Co auf ihre romantischen Leser warten. Neben Liebesromanen sind auch Mystery und Historicals feste Programmpunkte im Verlagsprogramm, womit wir uns langsam unserem Genre nähern:
Ab Montag erscheint bei Cora die 9-teilige Steampunk-Saga mit dem Debutroman “Tinker-Kate und die geheime Bruderschaft” von Steve Hogan. (Band 1 wird kostenlos erhältlich sein).
London, wir schreiben das Jahr 1851. Flugmaschinen durchkreuzen den Himmel über London, rußiger Qualm hängt in der Luft, die Technik triumphiert, und bald wird Queen Victoria die Weltausstellung eröffnen. Mittendrinn fliegt die mutige und freiheitsliebende Kate Fenton mit ihrem Dampfkutter über die Dächer der Metropole. Alles ändert sich, als sie einen attraktiven Gentleman mit an Bord nimmt, der Blutflecken an der Kleidung hat. Das Abenteuer von Tinker-Kate beginnt….
Ich durfte in den ersten Band bereits lesen und – ich gebe es offen zu – hatte mein Vorurteile vor der Lektüre. Kann ein Verlag, der jede Woche Milliardäre an schöne Frauen vermittelt etwas aus dem Genre machen? Oder ist es nur der Versuch, einen Trend auszunutzen? Dann auch noch Liebesromane? Ich war skeptisch. Auf der anderen Seite bin ich bekennender Fan der Pulp Fiction (wissenschaftlich: Schema-Literatur), zu dem sind Vorurteile dazu da, ausgeräumt zu werden! So stürzte ich mich mutig in das Abenteuer mit Tinker-Kate und begann zu lesen:
Die Geschichte will ich natürlich nicht spoilern, insbesondere da sich jeder durch den kostenlosen Startband selber einen Eindruck machen kann. Der Leser bekommt genau das, was er erwartet (und was einer der zentralen Punkte der Schemen-Literatur ist): Die hübsche Heldin, den mysteriösen Fremden (natürlich auch gutaussehend) und eine Mordserie, die London erschüttert. Dabei wird kein Klischee ausgelassen, was aber eben zum Handwerk gehört. Der Leser möchte keine bösen Überraschungen, sondern eine kleine Flucht aus der Realität, bei der man vor unliebsamen Erfahrungen sicher sein kann. Die Klischeemenge hat mich Anfangs etwas abgeschreckt, aber ich wollte dann doch wissen, wie es weitergeht und habe den Roman dann in einem Rutsch gelesen. Letztendlich hat mir die Geschichte um Kate Spaß gemacht und war ein flottes Lesevergnügen für Zwischendurch. Ich habe mich an meinen Chips-Konsum erinnert gefühlt: Man weiß, es ist nicht wirklich nahrhaft, aber lecker und man kann nicht aufhören, bevor der Boden der Tüte erreicht ist.
Es ist natürlich nur die professionelle Neugier, dass ich weiterlesen werde
Der Steampunk-Faktor:
Definitiv vorhanden in Form von Maschinen, Luftschiffen und der schönen Idee von dampfenden Taxis über London. Das Setting ist gut in die Geschichte eingewoben und dient nicht nur als Beiwerk, um über den Begriff zu verkaufen. Keine Bianca mit angeklebtem Luftschiff, sondern eine ehrliche Pilotin, die ihrem Job nachgeht, weil sonst das Abendessen spärlich ausfällt. Ebenfalls positiv ist das (bisherige) Fehlen der adligen “Von und Zu”-Helden, wie man sie sonst viel zu oft im Steampunk findet. Unsere Protagonistin muss um ihr Auskommen täglich kämpfen und hat keine Zeit sich über neueste Haltung des kleinen Fingers beim Tee-Nachmittag zu informieren. Als fantastisches Element trifft der Leser auf eine geheime Bruderschaft und eine Vampirfamilie. Letztere fand ich etwas schade, denn bei aller Liebe zum Klischee: Da wäre mehr und vor allem Anderes gegangen, Vampire sind durch. Aber wenigstens glitzern sie bei Tinker-Kate nicht, sondern morden – so wie das ein anständiger Vampir tut.
Die Steampunk-Saga wird ab 15.4. exklusiv als Ebook erscheinen. (1)
1) Hier mal ein kleines Lob an den Cora-Verlag: Sie haben sehr früh verstanden, dass Ebooks und Pulp Fiction genau die richtige Partner sind. So eine progressive Art würde man sich bei viel mehr Verlagen wünschen.
Die Privatisierung des Wasser ist Thema der Tagespolitik, was für eine Folge dieser Schritt haben könnte, zeigt das Spiel Pressure sehr drastisch. Ein Adliger will sein Spa ausbauen und klaut daher den Bewohnern der kleinen Pressure-Welt das ganze Wasser. Die Hintergrundgeschichte zu Pressure ist völlig surreal und wahnsinnig, was aber genau zum Spiel passt, denn das ist auch die Stimmung des Spiels. Es geht nicht um eine epische Queste mit moralischen Entscheidungspunkten im Laufe des Spiels, sondern um reine Action, bei der die Hintergrundgeschichte nur das Setting klärt.
Pressure wird als Rennspiel verkauft ist aber eigentlich ein Top-Down-Shooter. Man steuert sein Gefährt über die Rennbahn und feuert dabei aus allen Rohren, um die üblen Minions des Grafen ins Nirvana zu blasen. Das heftige Dauerfeuer auf alles was sich bewegt ist auch unbedingt notwendig, denn sonst fällt die “Pressure” im eigenen Kessel ab und das Rennen ist beendet, bevor unser Held sein Ziel erreicht hat. Dabei geht es bunt, hektisch und übertrieben zu, was durch den Cartoon-Grafikstil wunderbar unterstrichen wird. An jeder Stelle des Bildschirms passiert etwas, was manchmal auch etwas zu viel sein kann und man die dringend benötigte Kontrolle sucht, um sie dann doch nicht rechtzeitig zu finden. Optisch befinden wir uns in einer Steampunkwelt, die Fahrzeuge sind aufgemotzte Oldtimer, die Gegner Maschinen aus den Laboren eines Dr Mabuse.
Nach geschlagener Schlacht (aka Ende der Runde) geht es in die heimische Werkstatt, wo der eigene Buggy mit den neuesten Errungenschaften der Zerstörungstechnologie weiter ausgebaut werden kann. Natürlich ist auch unser böser Adliger nicht untätig und rüstet auch seine Minions immer weiter auf, um sie am Ende zu stattlichen Bossen werden zu lassen, an denen man sich die Zahnräder ausbeißen kann. Von diesen Minions hat der gute Herr eine große Auswahl und es werden immer neue Gegner mit neuen Fähigkeiten gegen unseren Helden ins Feld geschickt. Wechselnden Rennstrecken, unterschiedliche Gegner, neue Bewaffnung des eigenen Fahrzeugs: Das ist die Rezeptur, dass Pressure auch auf längere Sicht nicht langweilig wird und man immer wieder etwas Neues entdeckt.
Man muss sich auch nicht alleine dem Gegner stellen, sondern kann gemeinsam mit einem Freund sich auf die Jagd nach dem Bösewicht machen. Dabei unterstützt man sich nicht nur mit gemeinschaftlicher Feuerkraft, sondern kann auch dem Partner die dringend benötigte Pressure teilen und ihn so wieder flott machen. Der CoOp-Modus ist sowohl im LAN, als auch Online möglich.
Fazit:
Ich hatte diese Art von Spiel schon fast vergessen geglaubt. Der Trend geht zu immer größeren Storylines und komplexeren Spielerlebnissen, was eine schöne Sache ist. Aber manchmal möchte man sich eben auch für eine halbe Stunde vor den Monitor setzen und zocken – ohne Vorher die MisssionLogs der Aliens von Aldebaran III auswendig zu können. Genau diese Sehnsucht erfüllt Pressure perfekt. Gut, das mit der halben Stunde klappt nicht immer und man will nur noch eben noch schnell eine weitere Runde fahren, aber das ist eine Auszeichnung, denn ein Kritikpunkt. Mit einem Preis von 15 EUR und einer Demo auf der Webseite besteht auch keinerlei Risiko, man bekommt eine Menge Spaß für kleines Geld. Wer einfach mal wieder eine Runde zocken möchte, dem sei Pressure wärmstens ans Herz gelegt.
Pressure stammt aus dem Hause Chasing Carrots, einer kleinen, aber feinen Softwareschmiede aus Stuttgart. Es ist für knapp 15 EUR im Handel, wie auch auf Steam erhältlich.
So groß auch die Veröffentlichungsflut zu Steampunk im amerikanischen Raum sein mag, gute Bücher über Steampunk sind immer noch selten. Es gibt unzählige Romane, Bildbände und How-To-Bastelbücher, aber praktisch kaum ein Buch blickt auf die Szene selber und was dahinter steckt. James H. Carrott und Brian David Johnson haben mit “>Vintage Tomorrows Abhilfe geschaffen und entdecken mehr oder weniger objektiv die amerikanische Steampunk-Szene durch einen Selbstversuch. Sie besuchen Conventions, Künstler, Musiker und Maker und sprechen mit ihnen über die Faszination, die Enttäuschugen und die Parties, erforschen aber auch die Punkte, die in Dokumentationen oft übersehen werden: Können die Ideen des Steampunks eine Wirkung auf die Gesellschaft haben und wenn ja: Wird es eine positive Wirkung sein? Besonders interessant ist die Diskussion der Autoren untereinander: Der eine Historiker der andere Zukunftsforscher. Beide haben vor ihrer Reise eine sehr genaue (und unterschiedliche )Vorstellung davon, was Steampunk ist, finden einige ihrer Thesen im Laufe des Buchs bestätigt, andere wiederum widerlegt.
Dabei bekommt der Leser einen sehr guten Einblick in die amerikanische Steampunk-Szene, insbesondere was sich alles in den letzten Jahren getan hat, denn auch dort ging die Entwicklung weiter. Einige große Namen von damals sind zu neuen Projekten gewechselt, andere immer noch schwer aktiv.
Für mich ist Vintage Tomorrows schon jetzt eine _der_ Veröffentlichungen für 2013, da es endlich mal wieder ein Buch über Steampunk und nicht ein Buch mit Zahnrädern ist, noch dazu lesenswerte Interviews mit vielen amerikanischen Steampunkern beinhaltet, die man über die Jahre selber kennengelernt hat. Wer gerne hinter die Kulissen schaut und für den Steampunk mehr ist als nur Klamotten und Zahnräder, dem sei das Buch wärmstens ans Herz gelegt.
Im 21. Jahrhundert sind Telefonzellen einem Stück Stadtgeschichte geworden. Genau diesen Gedanken greift das Projekt New Museums Recalling 1993 in New York auf und macht die Telefonzelle zu zu einem Fenster in die Vergangenheit. Ruft man die Nummer 1-855-FOR-1993 aus einer Telefonzelle an, werden Geschichten aus der Nachbarschaft genau dieser Telefonzelle im Jahr 1993 erzählt. Ausschnitte dieser Geschichten lassen sich auch auf der interaktiven Webseite Recalling 1993 hören.