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Diskussion:Enshittification

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Letzter Kommentar: vor 13 Tagen von ~2026-17125-19 in Abschnitt Anwendbarkeit der Definition auf jedwede Industrie

Too big to care

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a) DANKE!

b) Bei Doctorows weiteren Einlassungen zum Thema hatte ich den Prozess als weitergehend verstanden. Im Artikel ist bisher von den "Nutzern" die Rede, der Prozess setzt sich ja Richtung (Werbe-)Kunden bzw. Anbietern fort. Amazon-Enshittification beschränkt sich nicht nur auf die Kunden, auch die Verkäufer oder hersteller sind irgendwann gezwungen, Nachteile in Kauf zu nehmen, günstiger auf Amazon anzubieten als auf eigenen Plattformen usw. Google-Ergebnisse werden nicht nur für Suchende schlechter, parallel werden auch die Werbeplätze in den SERPs teurer, muss mehr Geld aufgewendet werden, um die gleiche Sichtbarkeit zu erreichen usw., gleichzeitig werden nutzer- und kundenfreundliche Maßnahmen nicht mehr umgesetzt, weil weitere Enshittificationprozesse Vorrang haben oder die von den Shareholdern angestrebten Wachstumszahlen mit nutzerfreundlichen Neuerungen bei einem gesättigten Monopolmarkt nicht mehr erreicht werden können. Dass ein "Too big to fail" aus Bankenkrisenzeiten vom "Too big to care" bei entsprechenden Unternehmen abgelöst wurde, blieb bei mir sehr hängen, scheint mir ein wichtiger weiterer Aspekt und (würde ich vermuten) ließe sich rezipiert mit reinnehmen. --Korrupt (Diskussion) 19:43, 3. Apr. 2025 (CEST)Beantworten

siehe auch

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Es gibt Menschen, die beim Aufkommen - und nicht erst in den 20ern - der im Artikel genannten Plattformen, deren Grundprinzip und Entwicklung analysiert/beschrieben haben (und deswegen diese gar nicht erst genutzt haben). Insbesondere die Nutzung sogenannter sozialer Medien erfolgt von Menschen, die sich Nicht mit der zu erwartenden Verscheißung beschäftigt haben, aufgrund der Absichten der Plattformbetreiber. Sollte darauf hingewiesen werden?--141.15.24.60 07:28, 4. Apr. 2025 (CEST)Beantworten

Deutscher Begriff

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"Plattformverfall" ist ein sehr gehobener Begriff. Mein anonymer Mitnutzer hat im obigen Kommentar bereits von "Verscheißung" gesprochen, in meinen Kreisen ist - insbesondere in gesprochenen Kontexten - tatsächlich der Begriff "Verscheißerung" gebräuchlich, was m.E. deutlicher zum Ausdruck bringt, dass hier vor allem der Gradient wichtig ist: es geht nicht darum, dass eine Plattform scheiße wird, sondern dass sie scheißer wird (um mal ein Wort von Erik Meijer aufzugreifen, der sagte, es sei "nichts scheißer als Platz zwei", was freilich nicht stimmt, denn noch viel scheißer als Platz zwei ist Platz drei).

Ich will hiermit jetzt ausdrücklich nicht vorschlagen, dass der Begriff "Verscheißerung" in den Artikel eingearbeitet werden. Dafür sind sie nicht hinreichend etabliert. (Ob "Plattformverfall" hinreichend etabliert ist, kann ich nicht beurteilen.) Ich wollte den Begriff hier aber gern einmal für die Nachwelt festhalten. 2003:D5:AF0C:BD00:BCB3:E27F:5D5B:E489 11:23, 12. Apr. 2025 (CEST)Beantworten

Ich kenne den Begriff Verscheißerung eher als Verb verscheißern, als Synonym dafür, dass jemand anders veräppelt, verkohlt, verarscht, ausgetrickst wird. Aber wenn Verscheißerung eh nicht in den Artikel soll, ist es ja egal.
Ob eine Plattform scheiße wird oder scheißer, ist Ansichtssache, das hängt von der gefühlten Qualität zum Zeitpunkt des Starts ab. Wie ich den Artikel verstehe, ist die Qualität anfangs noch so akzeptabel, dass erstmal jede Menge Benutzer gebunden werden. Und wenn man Qualität nicht nur auf den Anteil an Spam, Fake-Anteilen etc. bezieht, sondern auch auf das Niveau der technischen Umsetzung und auf die Fülle an neuen Features, wird es noch komplizierter, aber das ist wohl kein Gegenstand des Lemmas. --Hlambert63 (Diskussion) 12:49, 12. Apr. 2025 (CEST)Beantworten
Formal wäre Verscheißerung wohl die treffendere Übersetzung als Verscheißung, aber wie hier schon angesprochen wurde, würde dabei in die Quere kommen, dass es das Wort verscheißern im Deutschen schon mit einer anderen Bedeutung gibt, darum kommt es wohl nicht in Frage. Gestumblindi 17:37, 13. Apr. 2025 (CEST)Beantworten
In Mario Sixtus's "KI: Der Tod des Internets" (noch bis 18/01/2026 auf arte verfügbar) heißt es bei 27:50: ' "Enshittification", auf Deutsch in etwa "Verschlimmscheißerung" '. Sixtus würde mir als jahrzehnte langer Autor, Journalist und Filmemacher im Technikbereich als passender Namensgeber für eine definitive deutsche Übersetzung erscheinen. Die im Artikel verlinkte Quelle für "Verschlimmscheißerung" bei Die Zeit scheint leider nicht mehr zu funktionieren. --WiPe-T-X (Diskussion) 06:40, 18. Nov. 2025 (CET)Beantworten
Außerdem scheint dict.cc zur Zeit zu "Verschlimmscheißerung" zu tendieren: https://www.dict.cc/?s=enshittification --WiPe-T-X (Diskussion) 07:03, 18. Nov. 2025 (CET)Beantworten

Man könnte höchstens noch schreiben Scheißerwerdung, aber das klingt noch ungebräuchlicher. --Hlambert63 (Diskussion) 19:05, 13. Apr. 2025 (CEST)Beantworten

Ganz allgemein und ein wenig ot kann man auch in Erwägung ziehen, nicht bei jeder Gelegenheit sofort in die verbale Jauchegrube zu greifen. --G-41614 (Diskussion) 16:35, 21. Apr. 2025 (CEST)Beantworten

"Shittification"?

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Seewolf hat diese Ergänzung zunächst als "Unsinn aus inkompetenter Quelle" revertiert und dann gleich wieder eingesetzt. Ich würde aber dazu neigen, mich Seewolfs ursprünglicher Einschätzung anzuschliessen. "Shittification" kommt zwar anscheinend (selten) auch vor, ist aber nicht wirklich verbreitet (nicht verbreitet genug, um in der Einleitung erwähnt zu werden - im englischen WP-Artikel kommt der Begriff auch gar nicht vor). Der als Beleg angeführte Chip-Beitrag schreibt nur "Shittification", weil er versucht, einen denglischen Begriff Entshittification als "Gegenbewegung" zurück zur Nutzerfreundlichkeit zu etablieren, und wenn man schon ein Wort Entshittification verwendet, dann ist Enshittification diesem wohl zu ähnlich. Ich würde die Ergänzung wieder entfernen. Gestumblindi 10:57, 12. Aug. 2025 (CEST)Beantworten

Ich habe den Begriff und auch den ganzen Abschnitt zur angeblichen "Entshittification", der auch nur mit diesem einen Chip-Artikel belegt war, mal entfernt. Das ist so nicht tragfähig. Gestumblindi 00:46, 13. Aug. 2025 (CEST)Beantworten

Abgrenzung "Theroriefindung" zu "Sinnvoller Erweiterung"

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Der Begriff wird mittlerweile (2025) längst auch außerhalb der "digitalen Welt" benutzt und dient als generelle Beschreibung des Verfalls von Geschäftsmodellen auf Basis rein Umsatz orientierter "kurzfristiger Optimierung" die dann strategischen Schaden anrichtet.

Initial gutes Geschäftsmodell -> Optimierung des Gewinns -> Aufgabe von Kern Attributen zur weiteren Kostenersparnis (z.B. teure Qualität) -> Verfall und Kollaps des Geschäftsmodells.


Initial gutes Geschäftsmodell -> Wachstum um jeden Preis -> Fehlende Möglichkeit / Strategie die Qualität bei dem Wachstum zu halten -> Verfall und Kollaps des Geschäftsmodells.

Macht es Sinn diesen Themenkomplex auszuarbeiten und hier als z.B. neuen Absatz einzubauen, evtl. mit Links zu entsprechenden anderen Seiten im Themenbereich "Ökononie"?

Oder ist das "noch" zu theoretisch und würde aus einem Wiki Artikel eine Soziologie/VWL Vorlesung machen? --~2025-50799-7 (Diskussion) 11:07, 10. Okt. 2025 (CEST)Beantworten

Gegen eine Ergänzung mit guten Belegen(!) würde m.E. nichts sprechen. Gestumblindi 21:30, 10. Okt. 2025 (CEST)Beantworten

Übertragbarkeit auf die Appentwicklung

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Könnte man diesen Begriff nicht auch auf die Entwicklung von Apps anwenden? Letztendlich macht sich Enshittification in der Nutzererfahrung einer Plattform oder konkret App bemerkbar - in dem Sinne, dass sie z.B. mit immer mehr Funktionen vollgestopft wird, wobei diese neuen Funktionen von immer weniger Leuten auch genutzt werden oder dass eine App um Funktionalitäten gekürzt und dafür mit Werbung angereichert wird. Im ersten Fall steigt mit jeder neuen Funktion der Speicherbedarf, und es kommt zu immer mehr Risiken hinsichtlich Stabilität und Sicherheit. Darüber hinaus wird meist noch das Interface so verändert, dass man sich als Nutzer immer wieder umgewöhnen muss. Die daraus resultierenden Folgen können letztendlich dem oben genannten Kollaps des Geschäftsmodells führen, wenn man es übertreibt. --~2025-28116-30 (Diskussion) 18:57, 11. Okt. 2025 (CEST)Beantworten

Was die Anwendung auf Apps angeht: Meinst Du Plattformen oder Apps?
  • Plattformen wie Facebook, Insta etc. basieren auf einer Kernbasis, die von allen angesteuert wird, der sie nutzt, egal, ob per App, per PC, per Laptop, Tablet oder XYZ. Da liegen die Algorithmen, die festlegen, was einem Benutzer in welcher Form angezeigt wird.
  • Was andere Apps angeht, die nicht auf einer zentralen Kernbasis bestehen, hab ich keine Erfahrungen. Aber dann musst Du mir Apps nennen, deren Funktion NICHT genauso über Desktop-PCs / Desktop-Browser nutzbar ist.
Was die beiden Fälle angeht:
  • neue Funktionen, die kaum genutzt werden: das fällt eher unter Bloatware: Ob man die Verschlechterung der Übersicht (und damit der Usability) und des Ressourcenverbrauchs unter den Begriff Enshittification einordnen kann, müsste belegt werden.
  • Der Kollaps des Geschäftsmodells durch ständige UI-Änderungen droht nur, wenn man eine Zielgruppe hat, die Änderungen scheut, z.B. Senioren, die Computerzeugs nicht grundsätzlich ablehnt, aber darauf angewiesen ist, dass alles so funzt mit Alter 75+ wie bei Alter 50+; letzteres sind z.T. persönliche Erfahrungen, ich kenne alles von totaler Ablehnung bis zu fitten Senioren; aber weil durch Smartphone-Apps auch Leute (ohne es zu wissen) mit IT konfrontiert sind, die in den 1990ern bis 2000ern nie einen (Desktop-)Computer hatten (und nie begriffen haben, wie das Internet funktioniert und dass ein Smartphone auch ein kleiner Computer ist!), weitet sich das Problem (wie andere außer IT-Usability: Sicherheit, Datenschutz etc.) auch auf diese Zielgruppe aus. Sorry für die Ausschweifung

--Hlambert63 (Diskussion) 20:53, 11. Okt. 2025 (CEST)Beantworten

"dies durch dort dann"

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So eine schöne Aliteration aber kein besonderer Ausdruck an der Stelle. --Arnd 🇺🇦 (Diskussion) 09:04, 17. Dez. 2025 (CET)Beantworten

Agree. Fixed. --Lino Wirag (Diskussion) 09:34, 17. Dez. 2025 (CET)Beantworten

Nur kommerzielle Plattformen betroffen?

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Sieht aus, als ob unkommerzielle bzw. Open Data-Plattformen nicht von Enshittification betroffen sind, oder gibt es dort auch Beispiele? --~2025-38225-53 (Diskussion) 15:26, 17. Dez. 2025 (CET)Beantworten

Vielleicht nicht direkt, aber es gibt dort einen ähnlichen Prozess. Open-Source-Projekte, die anfänglich ohne große finanzielle Unterstützung auskommen, kommen irgendwann an einen Punkt, wo finanzielle Unterstützung nötig wird. Diese wird dann gerne über Spenden generiert. Soweit noch keine „Enshittification“. Wenn dann allerdings das eingenommene Geld nicht ausreicht oder nicht (mehr) genug mitarbeiten (schlimmster Fall überforderter Einzelkämpfer), kann es passieren, dass das Projekt nach und nach verfällt. Oder das man versucht, eine „Zweitversion“ zu lancieren, die irgendwelche mehr oder weniger sinnvollen Funktionen gegen Geld bietet. Abspaltungen grenzen das Problem oft ein, führen aber u. U. dazu, dass die ursprüngliche Software gar nicht mehr weiterentwickelt wird. --Duschgeldrache2 (Diskussion) 16:19, 1. Jan. 2026 (CET)Beantworten

Nachrichtenportale

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In Nachrichtenportale kann man einen ähnlichen Prozess beobachten. Ursprünglich freie Nachrichtenportale finanzieren sich über Werbung, die zunehmend aufdringlicher wird. Bestimmte Meldungen sind dann nur noch über ein Abo zugänglich. Zunehmend mehr Meldungen sind nicht mehr frei zugänglich. Dabei wird zunächst noch gekennzeichnet, welche Meldungen hinter der Bezahlschranke liegen. Diese Kennzeichnung wird jedoch zunehmend bedeutungslos. Auch Artikel ohne Kennzeichnung, die eigentlich frei zugänglich sein sollten, sind nicht mehr frei zugänglich. Selbst wenn ein Artikel frei zugänglich war, passiert es, dass er schon ein paar Minuten später nicht mehr zugänglich ist. Auf manchen Portalen sind Artikel inzwischen praktisch fast alle unzugänglich – egal welche Kennzeichnung.

Traurige Erfahrung auf diversen Nachrichtenportalen: (rp-online, Bild der Wissenschaft, Spektrum.de. --Duschgeldrache2 (Diskussion) 16:39, 1. Jan. 2026 (CET)Beantworten

Anwendbarkeit der Definition auf jedwede Industrie

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Die Abkehr von Qualität bei gleichzeitiger Preiserhöhung ist ein Phänomen, das sich von Jahr zu Jahr deutlicher zeigt. Betroffen ist jede Industrie.

Könnte man den Begriff der Enshittification auch darauf anwenden? Oder gibt es sogar bereits einen anderen Begriff, der das Phänomen beschreibt? --~2026-17125-19 (Diskussion) 10:35, 18. Mär. 2026 (CET)Beantworten