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Drescher

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Drescher (Deutsch)

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Singular Plural
Nominativ der Drescher die Drescher
Genitiv des Dreschers der Drescher
Dativ dem Drescher den Dreschern
Akkusativ den Drescher die Drescher
[1] ein menschlicher Drescher
[2] ein maschineller Drescher

Worttrennung:

Dre·scher, Plural: Dre·scher

Aussprache:

IPA: [ˈdʁɛʃɐ]
Hörbeispiele:
Reime: -ɛʃɐ

Bedeutungen:

[1] Landwirtschaft: Person, die drischt
[2] Landwirtschaft: Maschine, die drischt

Herkunft:

von Mittelhochdeutsch dreschære  gmh[1]
Ableitung des Substantivs vom Stamm des Verbs dreschen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -er

Synonyme:

[2] Dreschmaschine

Weibliche Wortformen:

[1] Drescherin

Unterbegriffe:

[1] Scheunendrescher
[2] Häckseldrescher, Mähdrescher

Beispiele:

[1, 2] Der Drescher drischt das Getreide.

Redewendungen:

fressen wie ein Drescher

Wortbildungen:

Drescherarbeit, Drescherei, Drescherhai, Drescherhaus, Drescherhebe, Drescherknecht, Drescherkrankheit, Drescherlohn, Drescherstaub, Phrasendrescher

Übersetzungen

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[1] Wikipedia-Artikel „Drescher
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Drescher
[1] The Free Dictionary „Drescher
[1] Duden online „Drescher
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 7., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4, Stichwort: „Drescher“.
[1] Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen. Zweyte, vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig 1793–1801 „Drescher
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Neubearbeitung (A–F), 9. Bände. Göttingen/Berlin 1980–2016 „Drescher“ (digitalisierte Fassung)
[1] Joachim Heinrich Campe (Hrsg.): Wörterbuch der Deutschen Sprache, „Drescher
[1] Elsässisches Wörterbuch „Drescher
[1] Josef Müller (Bearbeiter und Herausgeber), ab Band Ⅶ herausgegeben von Karl Meisen, Heinrich Dittmaier und Matthias Zender: Rheinisches Wörterbuch. 9 Bände. Bonn und Berlin 1928–1971, Stichwort „Drescher“.
[1] Wander: Deutsches Sprichwörter-Lexikon „Drescher
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Drescher
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Drescher
[1, 2] Ernst Christmann (Begründer), fortgeführt von Julius Krämer, bearbeitet von Rudolf Post; unter Mitarbeit von Josef Schwing und Sigrid Bingenheimer: Pfälzisches Wörterbuch. 6 Bände und ein Beiheft. Stuttgart 1965–1998, Stichwort „Drescher“.

Quellen:

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Drescher
Singular m Singular f Plural 1 Plural 2
Nominativ der Drescher
(Drescher)
die Drescher
(Drescher)
die Dreschers die Drescher
Genitiv des Drescher
des Dreschers
Dreschers
der Drescher
(Drescher)
der Dreschers der Drescher
Dativ dem Drescher
(Drescher)
der Drescher
(Drescher)
den Dreschers den Drescher
Akkusativ den Drescher
(Drescher)
die Drescher
(Drescher)
die Dreschers die Drescher
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen
[1] Verteilung des Nachnamens Drescher in D
[1] Hendrik Drescher, Basketballspieler (2000)

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Drescher“ – für männliche Einzelpersonen, die „Drescher“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Drescher“ für einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Drescher“ oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Nebenformen:

Droescher, Dröscher, Trescher, Tröscher

Worttrennung:

Dre·scher, Plural 1: Dre·schers, Plural 2: Dre·scher

Aussprache:

IPA: [ˈdʁɛʃɐ]
Hörbeispiele:
Reime: -ɛʃɐ

Bedeutungen:

[1] deutschsprachiger Nachname, Familienname

Abkürzungen:

[1] D.

Herkunft:

Benennung nach dem Beruf, für jemanden, der mit einem Dreschflegel Körner aus dem Getreide herausschlägt (von Mittelhochdeutsch dreschære  gmh, drescher  gmh (‚Drescher‘) beziehungsweise die Verhochdeutschung von Mittelniederdeutsch derscher  gml, dorscher  gml mit derselben Bedeutung).[1]

Namensvarianten:

Dresch, Dreschler, Dreschers

Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia)

Hendrik Drescher, deutscher Basketballspieler
Isabel Drescher, deutsche Eiskunstläuferin

Beispiele:

[1] Frau Drescher ist ein Genie im Verkauf.
[1] Herr Drescher wollte uns kein Interview geben.
[1] Die Dreschers fliegen heute nach La Paz.
[1] Der Drescher trägt nie die Schals, die die Drescher ihm strickt.
[1] Das kann ich dir aber sagen: „Wenn die Frau Drescher kommt, geht der Herr Drescher.“
[1] Drescher kommt und geht.
[1] Dreschers kamen, sahen und siegten.

Charakteristische Wortkombinationen:

mit Anrede: Herr/Frau Drescher; veraltet: Fräulein Drescher
mit Titel: Doktor/Professor/Privatdozent/Universitätsprofessor Drescher; Drescher der Ältere/der Jüngere; Drescher junior/senior; Direktor/Hofrat/Meister Drescher; Bruder/Pfarrer/Schwester Drescher

Übersetzungen

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[1] Wikipedia-Artikel „Drescher (Familienname)
[1] Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands: „Drescher
[1] „Drescher“ bei Geogen Deutschland 3.2 Online. Bei Geogen Deutschland v4: „Drescher“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalDrescher
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Drescher
[1] Drescher bei forebears.io

Quellen:

  1. Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands: „Drescher

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Dresche